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Nicht auf Klimakurs

© Bert Kaufmann / Climate Visuals

Es war ein peinlicher Moment für die schwarz-rote Koalition in Deutschland. Im April erklärte das Bundesverfassungsgericht das Klimaschutzgesetz in Teilen für verfassungswidrig. Laut den Höchstrichtern in Karlsruhe reichte die bestehende Regelung nicht aus, um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten – ein Abkommen, das die Regierung sechs Jahre zuvor unterzeichnet hatte. Das Gesetz wurde daraufhin hastig repariert und mit mehr Ambition versehen. Nun sollen die deutschen Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 65 Prozent gegenüber 1990 sinken, bis spätestens 2045 soll das Land klimaneutral sein.

Dass der Klimawandel auch in Deutschland angekommen ist, ist spätestens seit diesem Sommer klar. Die Flutkatastrophen in Rheinland-Pfalz und dem von CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet regierten Nordrhein-Westfallen demonstrierten, mit welcher Wucht Extremwetterereignisse, die mit der voranschreitenden Erderhitzung zunehmen werden, auch in Mitteleuropa zuschlagen können. Und in den Köpfen der Menschen ist das Thema längst angekommen. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos ist der Klimawandel für 36 Prozent der Deutschen derzeit die größte Sorge. Ein Klima-Musterschüler ist Deutschland dennoch nicht…

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